Organisatorisches

für das laufende Studienjahr:

Terminplanung, Stand 16.3.2017

 


So weit das Stimmband reicht

Seit einigen Jahren hat sich mehrstimmiges Blattsingen in der fakultativen Gehörbildung als erklärte Lieblingsdisziplin etabliert und ist zu einem Geheimtip unter den Studierenden geworden. Im Dezember 2013 fand erstmals eine Öffnung dieses Kurses für ein vorweihnachtliches Singen statt. Der grosse Anklang dieses Experiments bei Studierenden wie Lehrenden gleichermassen führte dazu, dass "WO vokal" nun fest in den Veranstaltungskalender und das Studienverzeichnis aufgenommen wurde. Leider fanden die Guetzi und der Kuchen hier (noch) keine Erwähnung ...

Nächster Termin: Montag, 18.12.2018 19:30 Uhr Klaus Linder Saal der Musik-Akademie, Leonhardsstrasse 6, 4009 Basel

 

Matthäus und Johannes - man kann es!?

Auf vielfachen Wunsch wurde das analoge Experiment 2015 erstmals auch an den Bachschen Passionen erprobt und 2016 mit grossem Vergnügen wiederholt:

Nächste Termine:
Montag, 10.4.2017 19:30 Uhr Klaus Linder Saal der Musik-Akademie, Leonhardsstrasse 6, 4009 Basel
Montag, 26.3.2018 19:30 Uhr Klaus Linder Saal der Musik-Akademie, Leonhardsstrasse 6, 4009 Basel

 


Fachliches

Vom 8.-10. Mai 2015 fand an der Hochschule für Musik Basel die13. Fachtagung der FHG (Fachgemeinschaft Hörerziehung/Gehörbildung in der GMTh) statt. Es waren Referate und Workshops im Angebot, die einen anregenden Einblick in die Vielfalt und Qualität der gehörbildnerischen Arbeit auf dem Campus der Musik-Akademie gewährten.

Tagungsprogramm

 


Forschung

Auditorische Neuroplastizität im Musikergehirn

Die Forschungsgruppe "Musik und Gehirn" führt seit dem Studienjahr 2011/12 an der Hochschule für Musik Basel eine neurowissenschaftliche Studie über die Entwicklung musikalischer Hörfähigkeiten durch. Kooperationspartner sind Universitätsspital Basel, Universitätsklinikum Heidelberg und die Schola Cantorum Basiliensis; zum Forschungsteam gehören PD Dr. Maria Blatow (Universitätsspital Basel), PD Dr. Peter Schneider (Universitätsklinikum Heidelberg) und Prof. Elke Hofmann (Hochschule für Musik Basel).

Es ist eine offene Frage und von grossem wissenschaftlichen Interesse, inwiefern die speziellen musikalischen Hörfähigkeiten von MusikerInnen Resultat von Veranlagung oder von Training (oder eines Zusammenwirkens beider Komponenten) sind. Bisher weiss man, dass sich der fürs Hören zuständige Bereich im Grosshirn bei MusikerInnen sowohl von dem von NichtmusikerInnen als auch interindividuell enorm unterscheidet, nicht aber, was diese Unterschiede verursacht und welche Auswirkungen sie auf die persönliche musikalische Entwicklung haben. Deshalb sollen in einer dreijährigen Studie junge MusikerInnen im Laufe ihres Bachelorstudiums, der vielleicht intensivsten Trainingsphase ihres Lebens, dreimal untersucht werden. Hierfür wurden alle Studierenden des ersten Bachelorjahrs an der Hochschule für Musik Basel (Klassik und Jazz) und der Schola Cantorum Basiliensis angeworben. Insgesamt 29 Studierende haben sich bisher angemeldet; der erste Messdurchgang läuft. Hierzu gehören (1) Magnetresonanztomographie (MRI) zur Erfassung von Struktur und Funktion des Gehirns in der Abteilung Neuroradiologie am Universitätsspital Basel (2) Magnetenzephalographie (MEG) zur Messung der Gehirnströme am Universitätsklinikum Heidelberg und (3) eine Reihe psychoakustischer Testungen zu elementaren Hörfähigkeiten, zur Klangwahrnehmung, Melodieerkennung und zu speziellen Hörphänomenen, beispielsweise der graduellen Ausprägung des absoluten und des relativen Gehörs.

Dr. Peter Schneider mit ProbandInnen
(Bild: Dr. Peter Schneider, Heidelberg)

Wir erhoffen uns Erkenntnisse darüber, inwiefern die Unterschiede in den fürs Hören zuständigen Bereichen des Grosshirns durch das intensive Training eines Musikstudiums verursacht werden. Mittelfristig soll unsere Forschung klären, inwieweit sich die individuellen Eigenschaften der Hörwahrnehmung auf die Art des Musizierens auswirken und die Entwicklung von speziellen, individuell angepassten musikalischen Trainings- und Unterrichtsprogrammen erfordern, um die MusikerInnen während ihrer Ausbildung adäquat fördern zu können. Die Erforschung von Musikergehirnen als ein einzigartiges Modell für herausragende, weit entwickelte sensorische und kognitive Leistungen wird nicht nur zum Verständnis der Musikalität, sondern auch entscheidend zum Verständnis der Hörverarbeitung von "Normalhörern" und Menschen mit auditiven Wahrnehmungsstörungen beitragen und daher nicht nur pädagogische, sondern auch klinische Relevanz haben.

Primärer Hörkortex
(Bild: Dr. Peter Schneider, Heidelberg)

Die Studie wird durch den Schweizerischen Nationalfonds und die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefärdert.

 

Studie zur emotionalen Klangwahrnehmung bei Kindern

Online-Test der Arbeitsgruppe "Musik und Gehirn" des Universitätsklinikums Heidelberg

Flyer

Begleittext

 

Messreihe "Jede(r) hört anders"

Eine Messreihe in Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der Universität Heidelberg

Unsere Messreihe hat am 25.10.2010 stattgefunden, insgesamt haben 58 ProbandInnen (Studierende und Lehrkröfte der MAB) teilgenommen.
Eine erste Auswertung wurde bereits versendet; weitere Analysen der Ergebnisse sind in Arbeit.

Flyer

Begleittext